


















2002
Im ausklingenden Jahr 2002 erklangen in Mainz die ersten schnellen Rhythmen im Proberaumasyl, das netterweise bis heute von der Reggaecombo Dubplate48 gewährt wird. Das Ziel war ganz klar: wir wollen drum and bass machen – wie man das macht war eher unklar.
So jammten anfangs Claus Weyrauther (Keyboards und Synthesizer), Oliver Kreth (Plattenteller) und Timo Willecke (Gitarre und Synthesizer), zu bereits existierenden drum and bass Stücken die von Platte kamen. Kurze Zeit später stiess Daniel Brandt (Schlagzeug) dazu. Schnell war den Beteiligten klar, dass man in dieser Musikrichtung Sachen mit seinem Instrument machen darf, die sonst eher ungewöhnlich sind; wir hatten eine musikalische Spielwiese entdeckt – der Bandname lag damit auf der Hand.
Das frische Bandprojekt fing an aufzurüsten, es wurden Analogsynthesizer und eine Menge an Effekten gekauft. Eigene Songs mussten her, daher verbrachten wir viele kalte Winterabende vor unseren PCs und arbeiteten uns in die Welt elektronischer Musikproduktion ein.
Da drum and bass eine normalerweise vollelektronische Musikrichtung ist, nutzen wir Musikprogramme teilweise um unsere Songs vorzuproduzieren und anschliessend die Sounds mit unseren "echten" Instrumenten zu ersetzen, teilweise fügen wir aber auch programmierte Elemente zu unserer live gespielten Musik hinzu, die für drum and bass einfach wichtig sind (z.B. einige Standard drumloops die auf keiner drum and bass Party fehlen dürfen).
Zu den harten elektrischen Sounds unserer Synthesizer gesellten sich schnell sanfte, akustische und jazzige Sounds, allein schon um das Potential unserer Instrumente vollständig auszureizen.
2003
Bis dahin war Die Spielwiese ein Projekt das ca. alle 4 Wochen zusammentraf, der Wendepunkt kam als die erste öffentliche Präsentation näher rückte. Das war auch der Zeitpunkt zu dem Silvia Ullrich (Gesang) anfing uns zu bereichern.
Der erste, man könnte sagen "Probe-Auftritt" (am 11.07.03) fand im Rohbau der Eckton-Studios statt, und beschallte aufgrund der nicht vorhandenen Fenster das gesamte Neubaugebiet. Im Hintergrund liess Daniel mit seinem Videobeamer Musikvideos laufen.
Die Resonanz auf unsere damals noch weitgehend improvisierte Musik war mässig, aber für uns stand trotzdem fest: wir proben ab jetzt regelmässig und wir wollen eigene Videoprojektionen!!! Also zogen wir uns wieder in unser Proberaumlabor zurück und arbeiteten an neuen Songs, wieder zog ein Winter an uns vorbei und als dann der Termin des ersten richtigen Gigs feststand gerieten wir endgültig in Stress! Wir hatten die Idee unsere Musik analog zu einem DJ-Set gemixt, also ohne Pausen zwischen den Liedern, zu spielen – viel Arbeit! Weiterhin fingen wir an, mehr oder weniger sinnvolle Sachen zu filmen und fanden mit Julian Schleef (Videoprojektionen) den geeigneten Mann, der in der Lage war daraus etwas Vorzeigbares zu zaubern (mittlerweile greift Julian zusammen mit Daniel immer öfter selbst zur Kamera).
2004
Der Gig im MJC-Keller Trier (am 05.03.04), hatte eine dermassen positive Resonanz, dass wir uns in unserem Konzept bestätigt sahen, unsere erste Demo CD, mit drei Tracks im Proberaum aufgenommen, und irgendwie fast die Kontrolle über die Entwicklung der Band verloren haben. Ein Gig ergab sich mehr oder weniger von selbst aus dem Vorhergehenden.
Highlights des Jahres 2004 waren ein Auftritt auf Deutschlands grösstem Elektrofestival "SonneMondSterne" und schliesslich der Gig bei "Jazz im Hof", der ein etwas anderes Publikum mit fetten Bässen und Beats in der Geschwindigkeit von 176 BPM konfrontierte. Aber auch hier hörten wir keine Beschwerden seitens des Publikums – zu unserer Gewissensberuhigung hatten wir uns für diesen Auftritt extra einen Kontrabassisten besorgt. Den durften wir dann sogar behalten, und haben mit Hans Bender (Kontrabass) jetzt auch endlich die echte Daseinsberechtigung uns als drum and BASS Band zu bezeichnen!
2005
Im Oktober 2004 haben wir mit den Aufnahmen für unser erstes Album in den mittlerweile weitgehend fertig gestellten Eckton-Studios begonnen, und nach harter Arbeit am 29.01.05 im ausverkauften Schick und Schön Club in Mainz vor ca. 400 Gästen unsere Releaseparty gefeiert. Der erste Silberling ist randvoll gepackt mit stilistisch vielfältigen drum and bass Tracks von jazzig bis Amok. Sowohl instrumentale als auch von Silvias jazziger Stimme getragene Songs verschmelzen live zusammen mit den Videoprojektionen zu einer Einheit.
Nach dem Kauf neuer Synthesizer kann der Sound jetzt noch etwas härter werden – so wie es auf vielen Livegigs gefordert wird…neue Spielzeuge wie eine singende Säge und ein Megaphon haben sich zu unserem Instrumentarium gesellt, andererseits wurden auch einige Instrumente bereits wieder abgeschafft, insbesondere aufgrund der Festivalgigs, bei denen ein schneller Aufbau und Soundcheck sehr wichtig sind – die Bühne ist aber auch weiterhin gut gefüllt…
Im März 2005 war Die Spielwiese bei der Fernsehaufzeichnung einer Sendung von NewcomerTV live dabei, der Beitrag wurde im Juni auf Hessen Drei und WDR ausgestrahlt und im September wiederholt.
Am 06.05.06 ist unser Titel "something" auf dem regioactive.de Sampler "Audio Surf" erschienen. Der Festivalsommer verlief für uns sehr erfolgreich, die Resonanz ist auch bei einem "nicht drum and bass" Publikum durchweg positiv. Ein öfter gehörter Kommentar von Konzertbesuchern war sogar: "Eigentlich mag ich überhaupt keinen drum and bass, aber wenn ich so sehe wie das bei euch live entsteht, muss ich meine Meinung wohl noch mal überdenken…"
Im Juli war der Hessische Rundfunk bei uns im Proberaum und bei unserem Auftritt auf dem "Out Of Ordinary – Festival" mit einem Team zu Gast. Am 16.08.05 wurde ein Portrait über unsere Band in der "Hessenschau" gesendet. Am 18.08.05 eine CD Kritik im Deutschland Radio Kultur.
Bei den "Future Music Awards" (Deutschlands grösste drum and bass online Community) haben wir einen guten 5.Platz in der Kategorie bester Live-Act/ beste Band erzielt.
Am 02.12.05 ist die Remixversion unseres Albums erschienen an der Produzenten aus ganz Deutschland und Österreich mitgewirkt haben (z.B. Mad Vibes, DJ Shroombab, Peter Latino, Polarity…). Das Album beherbergt neben drum and bass auch Ausflüge in die stilistischen Welten von Downbeat, House und Elektro. Die Releaseparty war wieder ein absolutes Highlight – das Schick und Schön ausverkauft, und morgens um 6:00 mussten die Türsteher die Leute hinauskehren…
2006
Das Jahr 2006 begann ebenfalls positiv, im "Resident" dem einzigen deutschsprachigen drum and bass Magazin sind wir mit unserer Remixed CD das "Album des Winters".
Ein absolutes Highlight in der bisherigen Bandgeschichte war der Auftritt am Pfingstsamstag 2006 auf dem Open Ohr Festival in Mainz. Ca. 4000 begeisterte Zuhörer stellen auf jeden Fall eine neue Dimension für uns dar…an die wir uns gewöhnen könnten…
Dieser Auftritt war leider gleichzeitig auch der letzte zusammen mit unserem Drummer Daniel, der uns aber auch in Zukunft zumindest als Bandmitglied zuständig für Grafikdesign und Videoprojektion erhalten bleibt. Daniels Studium in Köln lässt die Zusammenarbeit zeitlich nicht länger zu… Neu an den Drums ist jetzt Michl Oechsler.
Im Oktober ist unser zweites Studioalbum mit dem Titel "Eimer und Schaufel" auf dem eigens dafür gegründeten Label "dubministerium records" erschienen. Nach einer tollen Releaseparty im Schlachthof Wiesbaden und einem Gig im Rosi´s, Berlin geht Die Spielwiese in eine wohlverdiente Livepause – Sängerin Silv und Gitarrist Timo erwarten ein gemeinsames Baby. Der Winter soll aber dazu genutzt werden neues Songmaterial zu schreiben und die Promomaschine in Gang zu bringen.
2007
Das Bandbaby "Lia" ist am 26.02.07 zur Welt gekommen, ab Mai, pünktlich zur Festivalsaison, sind wir mit neuem Material wieder live unterwegs.
Im Resident Magazin ist ein zweiseitiges Interview über uns erschienen, das uns die ersten Bookinganfragen aus Österreich beschert hat.
Die Songs unseres neuen Albums "Eimer und Schaufel" gibt es jetzt auch als Download auf den Plattformen iTunes und beatport.
Mit Andreas Krein haben wir einen begabten jungen Filmemacher für die Produktion eines Musikvideos für den Song "brighter than it seems" gewinnen können.
2008
Das zweite Bandbaby "Mika Phillip" wurde am 01.05.2008 geboren. Nach schönen Gigs "Zuhause" in Mainz und Wiesbaden gibt es erneut Veränderungen im Line Up. Michl verlässt uns für ein attraktives Jobangebot ab April in Richtung Schweiz. Wir nutzen diesen Einschnitt für eine Phase der Neukonzeptionierung und des Songwritings.
Aktuell ist das Musikvideo für den Song "brighter than it seems" fertiggestellt worden. Wir haben Remixaufträge für den Song an Scott (Köln) und Skyence (HH) verteilt und werden aus der ganzen Sache eine Single machen die demnächst auf PN-Records erscheinen wird.
Das Bandkarussell dreht sich. An den Drums begrüssen wir Jörg Rebhan den wir nach jahrelanger Rocktätigkeit auf Elektroabwege führen konnten. Im Zuge der neuen Songs haben wir uns von dem Untertitel "live drum and bass" getrennt.
In Zukunft werden von uns auch Elektro, Dubstep, TripHop und andere organisch performte elektronische Livemusik zu hören sein. Im Oktober hat uns schliesslich unser Bassist Hans verlassen, die ersten potentiellen Nachfolger werden aber bereits getestet und soviel sei gesagt: der Bass wird tief werden!
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